„Heutzutage gibt es ja Homeoffice zum Auskatern… “
So schrieb mir heute Morgen ein Gast humorvoll in Vorfreude, der ein Tasting-Event bei mir gebucht hat. Recht hat er. Mein Erkenntnisgewinn als Gastronom: den unfairen Vorteil nutzen. Das Konsumverhalten der Gäste ändert sich. Im Homeoffice wird alles nicht mehr so ernst genommen – unsere Chance.
Background: Ich verkaufe „Bunte Nachmittage“ mit Drinks und Geschichten. Trinkabenteuer, live und in Farbe. 12 Gäste, drei Stunden, sieben Drinks zu einem Thema und viele haltbare und unhaltbare Geschichten. Das Ziel ist Infotainment. Die Gäste haben eine gute Zeit: Die ersten ein bis zwei Stunden gibt es Background zu Drinks, Spirituosen, Städten, Bars und Geschichte, die letzte Stunde wird ein unterhaltsamer Ausklang.
Die Events sind extrem beliebt. Ich habe vorgestern sieben neue Termine MEYER MIXT TOKYO online gestellt. Immer freitags und samstags nachmittags. 84 Tickets. Nach nicht ganz 48 Stunden ausverkauft. Wow.

Ich bräuchte mehr Termine, die Nachfrage ist groß. Das Problem: Ich habe keinen Freitag und Samstag mehr frei in 2026.
Daher habe ich mich heute Morgen für einen Test entschieden. Ich habe Termine für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag freigeschaltet. 18:00 bis 21:00 Uhr. Und an die Unvernünftigen, die Nicht-9-to-5-Denker adressiert. Die wenigen, denen das Wochenende heilig ist und die es mit Familie und Freunden auf Monate vorplanen, aber unter der Woche Zeit haben. Insbesondere – machen wir uns nichts vor –, weil freitags im Homeoffice doch eh wenig konzentriert gearbeitet wird.
Wir Gastronomen müssen umdenken und testen. Vielleicht denken wir zu stereotyp. Vielleicht gibt es genug da draußen – wir müssen die Vorteile nutzen. Sei es das Homeoffice oder die geänderten Wünsche der Gäste.
Ich habe meinen Trinkabenteuer-Newsletter mit den ungewöhnlichen „Profi-Terminen“ vor zwei Stunden verschickt. Zwei Stunden später sind die ersten 1800,00 Euro an „Unter-der-Woche“-Tickets verkauft.
„Hoch die Hände – Wochenende“ ist bei unseren Gästen meist voll mit Terminen. Aber dienstags, mittwochs und donnerstags wird plötzlich „ausgegangen“ – Me-Time mit Freunden. Früh fett, früh im Bett.
Beobachtest Du ähnliche Veränderungen im Ausgeh- oder Konsumverhalten deiner Gäste? Wenn ja, welche?
Heutzutage gibt es ja Homeoffice zum Auskatern…
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P.S. Ausnüchtern im Homeoffice? Hier gibts die Tickets: https://trinkabenteuer.de/collections/events-tastings-und-trinkabenteuer-live